Projekt “Fliegende Wildretter” bald auch im Norden

Mit der Verbreitung und ständigen technischen Verbesserung ferngesteuerter Mini-Helikopter werden auch sehr nützliche Anwendungen möglich. In den südlichen Bundesländern wird ein Quadrocopter mit Kamera plus Infrarotkamera gestestet, der in der Landwirtschaft während der Erntezeit als fliegender Wildretter zum Einsatz kommt. Denn nach Schätzungen von Experten werden jedes Jahr mehrere zehntausend Rehkitze und andere Wildtiere von den riesigen Mähwerken grausam getötet. In der Folge verursacht das verunreinigte Futter diverse Krankheiten bei Nutztieren und andere Probleme, weshalb die gesamte Agrarwirtschaft an einer Lösung interessiert ist.

Das fliegende Aufnahmegerät ist in der Lage, selbst viele Hektar grosse Nutzflächen kurz vor der Ernte auf versteckte Wildtiere abzuscannen. Durch die Kombination beider Kameras können selbst kleine Lebewesen wie kauernde Rehkitze rechtzeitig aufgespürt werden, die bei herannahender Gefahr nicht fliehen, sondern geduckt im Feld liegenbleiben.

Momentan läuft im Süden noch ein mit Fördermitteln unterstütztes Pilotprojekt. Unser Team ist aber bereits für den norddeutschen Raum als Partner gelistet, um den fliegenden Wildretter auch hierzulande einzuführen. Neben Testpiloten sind auch andere Tierfreunde gefragt, die sich für zukünftige administrative Aufgaben zur Verfügung stellen wollen. Bei Interesse bitte Kontakt zu Niklas Doose aufnehmen, der sich persönlich für diese neue Perspektive einsetzen möchte.

Weitere Informationen zum Förderprojekt “Fliegende Wildretter” vom beteiligten Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)